Primizspruch
„Ich bin der Herr, dein Arzt!“
(Ex 15, 26)
Hannes Grabner

Geboren am: 06.12.1982 in Wien

Erlernter Beruf: Logistiker

Eintritt ins Seminar: 2007 mit dem Propädeutikum in
Horn begonnen, seit 2008 Seminarist der Erzdiözese Wien.


Aktuelle Einsatzpfarre: Pfarre Leopoldau, 1210 Wien (Entwicklungsraum Floridsdorf-Ost)


Warum ich Priester werden will:
Die Erklärung ist einfach, aber schwer in aller Kürze zu formulieren. Ganz allgemein kann man aber sagen, dass alles mit Menschen begonnen hat: nämlich Menschen, die mir Vorbild waren. Jeder und jede von ihnen hat hier seinen / ihren Beitrag geleistet, indem sie mich spüren ließen, was Menschlichkeit und Zuwendung bedeutet. Das hat mir nicht nur persönlich durch so manch schwierige Zeit geholfen, sondern hat in mir den Wunsch ausgelöst, selbst für andere Menschen da zu sein und helfen zu können, wo es mir möglich ist, denn das Gefühl, helfen zu können, ist für mich tatsächlich eine der größten Befriedigungen. Als ich dann "meinen" ersten Pfarrer kennenlernte, der mittlerweile schon verstorben ist, begegnete mir das erste Mal der Gedanke, Priester zu werden, denn was wäre besser geeignet sich ganz den Menschen widmen zu können, als ein seelsorglicher Beruf? Es stimmt, Gott selbst hat in dieser Zeit eine eher kleine Rolle gespielt - es waren sehr menschliche Impulse, die mich dazu bewogen haben, diesen Berufswunsch zu entwickeln. Das betrachte ich aber nicht als Nachteil, ganz im Gegenteil: gerade dadurch, dass ich so manche, sehr menschliche Erfahrung in meinem Leben durchmachen musste, empfinde ich meine Berufung als durch und durch "geerdet". Nach meinem Eintritt ins Seminar habe ich versucht, mich ganz der eigenen Gottesbeziehung zu widmen und kann heute sagen, dass Gott mich in dieser Zeit nicht enttäuscht, sondern vielmehr positiv überrascht hat.

Werdegang:
Ich bin in Wien geboren und aufgewachsen. Tatsächlich fühle ich mich mit Wien, seinen Menschen, seiner Mentalität und Kultur so sehr verbunden, dass ich nirgendwo anders leben wollte. Trotzdem habe ich auch viel Zeit im Ausland verbracht, unter anderem ein Jahr im südamerikanischen Trinidad-Tobago, wo ich auch studiert habe. So habe ich gelernt, dass Heimat im Grunde immer dort ist, wo man willkommen und von den Menschen getragen und angenommen ist. Meine Volks- und Hauptschulzeit habe ich bei den Schulschwestern vom 3. Orden des Hl. Franziskus in Wien 3 verbracht, danach habe ich die Handelsakademie absolviert und direkt im Anschluss meine Zeit beim österreichischen Bundesheer. In diesen Jahren habe ich auch mehrere Zusatzausbildungen abgeschlossen.

Vor meinem Eintritt ins Priesterseminar habe ich bei einer großen, österreichischen Spedition gearbeitet und dort Erfahrungen gesammelt, die mir in meinem Priesterleben und -wirken nur zum Vorteil gereichen können. Obwohl ich meinen dortigen Beruf im Grunde gerne gemacht habe, musste ich nach einigen Jahren erkennen, dass mich diese Tätigkeit im innersten nicht erfüllen konnte. Es war jene Zeit, in der ich - wie oben beschrieben - erkannt habe, dass ich im Grunde eng mit Menschen zusammenarbeiten möchte, für sie dasein möchte und letztlich einer Aufgabe nachgehen möchte, die für mich sinnerfüllt ist. So kündigte ich meinen Job, brach alle mühsam aufgebauten Brücken wieder ab und begann "von vorne" - es folgte der Seminareintritt. Ein Jahr später begann ich mein Theologiestudium an der Universität Wien. Obwohl es während meiner Zeit im Seminar neben vielen positiven Erfahrungen immer wieder auch schwierige, beinahe dunkle Zeiten gab, möchte ich die vergangenen Jahre nicht missen. Sie haben mir ermöglicht, mich selbst weiterzuentwickeln und Gott in meinem Leben mehr Raum zu geben, als je zuvor.

Ich freue mich auf meinen priesterlichen Dienst, der für mich ganz deutlich unter dem Vorzeichen steht, ihn für die Menschen zu ergreifen. Ich möchte nicht Priester werden, um mich selbst zu "finden" oder mir etwas zu beweisen. Ich möchte Priester werden, um für die Menschen verfügbar zu sein und sie immer wieder neu mit Gott bekannt zu machen. So bitte ich Gott, dass er mein Wirken fruchtbar werden lässt und die Menschen für das öffnet, was er für sie bereit hält.

Primizfeiern:
17.6.2018, 9.30 in der Pfarre St. Elisabeth (Wien IV, St.-Elisabeth-Platz 9)

24.6.2018, 9.30 in der Pfarre Wolkersdorf (Kirchenplatz 1, 2120 Wolkersdorf)

1.7.2018, 9.00 in er Pfarre Riedenthal (Kirchengasse, 2122 Riedenthal)

23.9.2018, 9.30 in der Pfarre Leopoldau (Wien XXI, Leopoldauerplatz 77A)

(weitere Termine auf Anfrage)




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