Mirko Vidovic

Warum ich in der heutigen Zeit Priester sein möchte:
Ich wollte eigentlich nie Priester werden. Ich hatte andere Pläne für mein Leben. Der Herr aber hat mir gezeigt, dass er was Besseres für mich vorhat. Obwohl ich mich am Anfang geweigert habe, der Herr hat die Geschichte so geführt, dass ich heute tatsächlich vor der Priesterweihe stehe; und nicht nur, dass ich es will, sondern ich freue mich darauf sehr. Warum? Zuerst und vor allem, weil ich klargesehen habe, dass das ist was Gott will; und ich habe erfahren, dass die Befolgung seines Willens nicht nur mir Heil und Erfüllung bringt, sondern auch anderen Menschen. Das Priestersein ist keine Eigenverwirklichung oder Karriere, sondern Dienst an die anderen; Hingabe. Für mich unmöglich, aber nicht für Gott; für ihn ist alles möglich. Diese Wahrheit erlebe ich jeden Tag. Nur auf diese Weise, auf Gott gestützt, stehe ich heute im Frieden und zufrieden vor diesem Mysterium; dass Gott mich ruft, Priester zu sein.

Mein Berufungserlebnis:
Ich bin 1991 in Zadar (Kroatien) in einer katholischen Familie, als der zweite von fünf Kinder (alle Buben!) geboren. In der Schule ging es mir gut und mit Sport (mehrfacher Judomeister, national und international) und Freunden noch besser. Ich bin katholisch erzogen worden und ging immer in die Messe mit meiner Familie. Trotzdem, ich begann sehr früh fortzugehen, und bald lag Sinn meines Lebens in Freunden, meinem Rockband, Trinken, Schlägereien, Mädchen und Judo. Ich fing an immer unzufriedener zu sein, obwohl ich nicht wusste warum. Eines war klar, und das war, das mein Leben in einer zerstörerischen Richtung ging. In dieser Zeit, luden meine Eltern mich zu Katechesen in unserer Pfarre ein. Ich ging aus Neugier hin und schloss mich einer neochatekumenalen Gemeinschaft an. Obwohl ich es am Anfang nicht ernstnahm und so gut wie gar nicht daran teilnahm, dies änderte sich bald. In dieser Zeit lebte ich mit einer Freundin und Gott zeigte mir sehr klar, dass das nicht sein Wille sei. Dies war mir egal, weil ich keine Kraft zur Änderung hatte, aber ich sagte Gott, wenn Du anders willst, mach es dann Du. Und so war es; bis zum heutigen Tag. Gott bewirkte, dass ich das Mädchen verließ, zu meine neochatekumenale Gemeinschaft zurückkehre, dort im Glauben wachse und meine Berufung entdecke und sie befolge. Der neochatekumenale Weg war die größte Hilfe auf dem Glaubensweg und in der Entdeckung und Begleitung meiner Berufung. Heute bin ich Gott sehr dankbar.

Gott ist für mich...
Vater.
Wie würde ich mich selbst beschreiben?
Jemand, der für diese Berufung ungeeignet ist und dem niemand so was zumuten würde. Aber die Wege des Herrn sind unerforschlich. Sonst mag ich Sport und Technologie, eh wie meisten Männer. Mittlerweile aber auch die Heilige Schrift, Dogmatik und Spiritualität.

Was ist mir besonders wichtig?
Liebe, Barmherzigkeit und Langmut Gottes, Fürsprache Mariens und Treue zur Kirche.




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